Der gemeinsame Traum
Vor 20 Jahren habe ich meinen Mann Hardy kennengelernt und lieben gelernt. Uns verband von Anfang an ein Herzenswunsch: eines Tages Entwicklungshilfe in Afrika zu leisten.
Schon als Teenager war für mich klar, dass Afrika immer einen Platz in meinem Herzen haben würde. Mit 16 Jahren nahm ich an einer kirchlichen Jugendreise nach Kenia teil. Dort begegnete ich Kindern in Slums, Townships und Kinderheimen. Diese Erfahrungen haben mich tief geprägt und meinen Traum entfacht, Kinderkrankenschwester zu werden und eines Tages in Afrika zu arbeiten.
Auch Hardy hatte früh eine prägende Erfahrung. Mit 19 Jahren erhielt er die Diagnose Multiple Sklerose. Ein Schock, der sein Leben erschütterte und ihn dazu brachte, sich schon jung mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Er entwickelte eine tiefe Dankbarkeit für seine Kindheit, seine Familie und das Leben selbst. Daraus entstand in ihm der Wunsch, Kindern in Afrika eines Tages ähnliche Chancen und Hoffnung zu schenken.

Die ersten Schritte in Afrika
Kurz nach unserer Hochzeit, wir waren 21 Jahre alt, haben wir unseren ersten großen Schritt in diese Richtung gewagt. Gemeinsam verbrachten wir ein halbes Jahr in Südafrika. Wir unterstützten eine überkonfessionelle Organisation, reisten quer durchs Land und halfen in vielen kleinen Projekten für Kinder in Not. Diese Zeit hat uns in vielerlei Hinsicht geprägt und unseren Wunsch bestärkt, aktiv zu bleiben. Damals hörten wir zum ersten Mal die Worte, dass wir eine Brücke zwischen Afrika und Deutschland sein würden.

Jahre voller Herausforderungen
Back in Germany, life gave us the gift of starting a family. We dedicated ourselves to raising three children while building a livelihood, always with the goal of one day creating something meaningful for Africa. But the path was not easy. We went through a failed start-up attempt, financial struggles, moving from Cologne to Hamburg, the Covid crisis, job crisis and more.
All das führte uns an einen Punkt, an dem wir uns neu fragen mussten, was wir mit unserem Leben wollen. Die Antwort lautete: Back to the roots. Ganz zurück zum Anfang. Zu unserer Liebe und zu unserer Vision von damals.
Der Neubeginn in Piet Retief
Wir erlaubten uns wieder zu träumen, nach Sinn zu suchen und Altes loszulassen. Love it. Leave it. Or change it. Wir wollten die Veränderung und einen Neustart wagen. So flogen wir im Oktober 2023, innerhalb von acht Wochen, mit unserer Familie für drei Monate nach Piet Retief in Südafrika.
Dort wohnten wir in einem uralten Haus, die Kinder gingen mit Uniformen in eine lokale Schule, wir kauften uns ein Auto und tauchten mitten ins Leben vor Ort ein. Piet Retief ist eine kleine Stadt an der Grenze zu Eswatini, weit entfernt von touristischen Hotspots. Wir lernten eine deutschsprachige Community kennen, die herzlich, hilfsbereit und voller Tatkraft war. Vor allem aber erlebten wir die Leidenschaft der Menschen, die sich unermüdlich für die Kinder der Region einsetzen. Ehrenamtlich oder beruflich, alle mit demselben Ziel: den Kleinsten ein besseres Leben zu ermöglichen.
Wir haben dort erlebt, wie wenig es braucht, um einen großen Unterschied zu machen. Zehn Euro, bei uns der Preis für einen Kaffee mit Kuchen, können einem Kind eine komplette Schuluniform schenken und damit den Zugang zu Bildung ermöglichen.
Eigentlich wollten wir sechs Monate bleiben, doch nach drei Monaten mussten wir zurück. Unser Visum konnte nicht verlängert werden und so endete unsere Zeit früher als geplant. Der Abschied war schwer, weil wir das Gefühl hatten, gerade erst angekommen zu sein. Doch eines wussten wir beim Heimflug: Das war erst der Anfang. Wir würden wiederkommen. Mit der Vision, die Ressourcen vor Ort zu bündeln und Kindern starke Wurzeln zu geben, damit sie eine echte Chance auf eine bessere Zukunft haben.

Die Geburt von ROOTS & BRIDGES
Zurück in Deutschland ereignete sich etwas komplett unerwartetes. Wenig später sprach uns ein guter Freund an, den wir seit 20 Jahren kennen. Nach seinem erfolgreichen Unternehmertum hatte er den Wunsch, Kinder in Afrika zu unterstützen. Er hatte die Mittel und das Vertrauen, dieses Projekt gemeinsam mit uns aufzubauen. So begann eine neue Reise.
Das war der Moment als ROOTS & BRIDGES geboren wurde.

Unsere Arbeit heute
Heute bündeln wir mit ROOTS & BRIDGES die Ressourcen, lokalen Initiativen und die Energie der Menschen vor Ort, um Kinder zu stärken und Zukunft zu ermöglichen. Dabei konzentrieren wir uns auf vier Schwerpunkte.
Safe Parks geben Kindern einen geschützten Ort. Dort bekommen sie täglich eine warme Mahlzeit, können spielen, werden betreut und erleben Gemeinschaft. Spielplätze, sanitäre Anlagen und Lehrgärten sorgen dafür, dass sie nicht nur sicher sind, sondern auch von klein auf lernen, ihr eigenes Obst und Gemüse anzubauen.
Female Empowerment ist ein weiterer Kernbereich. Mit Door of Hope bieten wir Mädchen und jungen Frauen eine vertrauliche Anlaufstelle. Wer ungeplant schwanger ist, findet hier Beratung, Begleitung und Ermutigung. Ziel ist, dass Mutter und Kind gemeinsam eine hoffnungsvolle Perspektive entwickeln.
Genauso wichtig ist Zugang zu "Menstrual Care". Mit Partnern wie Caring4Girls stellen wir sicher, dass Mädchen Hygieneprodukte erhalten und nicht länger die Schule verpassen. ihre Bildung sollte nicht wegen ihrer Menstruation unterbrochen werden.
Mit "Simply Rooted" fördern wir Ausbildungs- und Schulungsgärten in denen Kinder und Jugendliche lernen, wie man nachhaltigen Gemüseanbau betreibt, Verantwortung übernimmt und sich selbst versorgen kann. Das stärkt Ernährungssicherheit und vermittelt wichtige Lebenskompetenzen.
Darüber hinaus fördern wir Bildungs- und Kulturangebote, die Kreativität, Selbstvertrauen und neue Perspektiven eröffnen.
Unsere Rolle in Deutschland
Und hier in Deutschland machen wir sichtbar, wie viel schon mit kleinen Mitteln bewegt werden kann. Jeder Euro fließt direkt in die Projekte, weil alle Verwaltungskosten privat gestiftet werden. Das bedeutet 100 Prozent Impact für deine Spenden.
ROOTS & BRIDGES ist für mich mehr als eine Organisation. Es ist die Erfüllung eines Traums, der vor 20 Jahren begann. Es ist der Beweis, dass Krisen zu Chancen werden können. Und es ist meine Einladung an dich: Sei Teil dieser Bewegung. Werde Brückenbauer. Lasse Wurzeln mit uns wachsen.
Grow Roots. Build Bridges. Create Impact.
Eure,
Katha

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